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Fahrradsaison – Jay! Risiko – Nay! Hier die schönsten Schutzmaßnahmen!

Fahrradfahren ist gesund und tut gut. Man wird fitter, wacher, die Durchblutung wird angeregt und vieeeles mehr… Natürlich passiert einem in den meisten Fällen beim Radfahren nichts. Aber wenn man sich in der Lokalpresse umschaut, ist es trotzdem erschreckend wie viele Fahrrad Unfälle jeden Tag passieren. Tatsächlich mit steigender Tendenz. Vor allem LKWs, besoffene Teens, illegale Autowettrennen und Fahrerflüchtige in fetten Luxusautos, werden in dem Zusammenhang genannt.

1. Sichere Straßen einfordern

Wann haben wir eigentlich “ja” gesagt dazu, dass Autos und LKWs mit 50 km/h zwischen unseren Häusern, Schulen und Läden sausen dürfen und damit eine große Gefahr für alle darstellen? Die meisten Straßen sind dazu nicht auf Radfahrer optimiert und es gibt viele gefährliche Stellen. LKWs haben oft nicht optimal eingestellte Außenspiegel und fahren quasi im Blindflug durch unsere Städte. Viele Leute trauen sich deswegen gar nicht mehr auf’s Rad und selbst der beste Helm nützt nichts, wenn ein LKW über einen rollt. Hier müssten die Verantwortlichen endlich reagieren. Im Fahrradfahrer Land Niederlande kommt beispielsweise zu weniger Fahrradunfällen als in hiesigen Landen, da die Infrastruktur dort besser darauf ausgelegt ist. Der Schutz für Fahrradfahrer fängt damit an, die Ursache von Unfällen zu eliminieren. Wir sollten alle anfangen dies auch einzufordern.

Wir können nicht beeinflussen wem wir auf unseren Straßen begegnen, unsere eigene Schutzausrüstung jedoch schon. Jaja .. sieht ja immer deppert aus so eine Schutzausrüstung .. und spontan ist es auch nicht gerade, mal eben ein Protektoren Set über zu stülpen. Deswegen möchten wir es Protektoren-Muffeln, wie uns selber, ein wenig schmackhaft machen. Eigentlich verdient die richtige Fahrweise den nächsten Platz in der Liste, der besten Protektoren, aber das ist ein ganz anderes Kapitel. Wer sich hierzu ein bisschen belesen will findet unten ein paar Links.

 2. Der Airbag für Radfahrer – Hövding

HövdingDieser tolle Design Airbag aus Schweden hat es geschafft – er ist schön und funktional.

Dabei sieht man eigentlich nur einen Schal, doch im Fall eines Unfalls, wird wie bei einem PKW-Airbag die schützende Haube innerhalb von Sekundenbruchteilen mit Helium-Gas gefüllt und bietet so einen umfassenderen Schutz als normale Fahrradhelme.

Die richtige Größe zu wählen ist hierbei wichtig, damit der Hövding nicht am Hals drückt. Die Version 2.0 ist jetzt frisch auf dem Markt und ist mit 670g leichter als ihr Vorgänger. Eingebaut befindet sich ein Akku mit einer Laufzeit von ca. 18 Stunden und ist via USB aufzuladen.

Sollte der Airbag tatsächlich einmal zum Einsatz kommen, werden die Sekunden um den Unfall wie bei einer Blackbox aufgenommen. Einmal entfaltet kann er nicht wieder verwendet werden, man bekommt aber für 150€ ein Crash Replacement. Zur Zeit ist der Hövding für ca. 280€ erhältlich. Zusätzlich stehen verschiedene Wechselhüllen zur Auswahl.

Wie der unsichtbare Helm Hövding genau funktioniert, seht ihr hier.

3. Ein Klassiker – der Helm (aber nicht irgendeiner)

yakkay-helm

fahrradhelm-muetze-yakkay

Der klassische Helm schützt den wertvollen Kopf bei einem Unfall aber nicht die Frisur vor dem gefürchteten Helm-Kopf. Dafür kann er absolut Zucker aussehen, während man ihn trägt.

Z.B. mit einem Helm von Yakkay aus Dänemark, dem coolen Land, in dem Autofahren belächelt wird. Diese bieten einen Basishelm mit vielen Hüten an. Der Yakkay Helm kostet ca. 70 € und eine Auswahl an passenden Hüten kostet je ca. 50 €.

P.S. für 80€ gibt es von Yakkay auch einen schönen Raincoat.

Ihr braucht mehr Auswahl?

Kein Problem – hier gibt es noch mehr schöne, Hut-Helme – schaut euch mal auf dem Blog oder im Shop von Bike Pretty oder bei Bandbox um. Hier gibt es tonnenweise Helmdesigns, die richtig süß aussehen!

abus-metronaut Nach dem Prinzip hat Abus auch den Cyclonaut und Metronaut (Foto links) kreiert, der Metronaut hat praktischer Weise sogar ein LED Licht am hinteren Verstellrad.

Auch nicht schlecht sind coole BMX Helme – die gibt es z.B. von Abus oder Giro.

Wem die Frisur das größte Anliegen ist, kann sich über das Hamburger Start-Up radkappe freuen. Die Helme von radkappe sehen aus wie ein Cappy und haben am Hinterkopf eine Aussparung für einen Pferdeschwanz.

Radkappe_Katja_MG_1037

Als Letztes sollte ich noch eine weitere Helm Variation erwähnen. Sie sind zwar nicht unbedingt schön – aber mega praktisch: die zusammenklappbaren Helme wie Morpher Helmet oder den JB Helmet von Brooks.

Protektoren sind ein guter Anfang, aber sie können nicht vor einem Unfall schützen. Ein Beispiel: In einer Studie über selektive Wahrnehmung wurden Vorkommnisse nachgewiesen, bei denen Autofahrer beim Abbiegen, einen herannahenden Motorradfahrer zwar sahen aber nicht wahrnahmen und es so zu Unfällen kam. Da die Erwartung besteht ein Auto im Verkehr anzutreffen werden andere Gefährte ausgeblendet. Ist kein Auto erkannt worden, wird die Straße in diesem Fall als “frei” wahrgenommen, selbst wenn ein Motorrad sich nähert. Gleiches gilt natürlich stellvertretend für Fahrradfahrer.

Man sollte also möglichst sicher stellen, dass man nicht nur gesehen – sondern auch wahrgenommen wird!

4. Sichtbarkeit

Und was könnte man Schöneres tun als zu strahlen!

vest-Dargelos Z.B. mit dieser schicken “lightning Vest” von Dargelos für 138 $ in rot oder weiß/silber (kann man sicher aber auch mit Speichenstäbchen nachbasteln).

Zuätzlich zur Refelxbekleidung kann man darauf achten, das Fahrrad vor allem nachts so viel wie möglich zum leuchten zu bringen. Wer beispielsweise mit Dynamo fährt, hat im Stand an der Ampel überhaupt keine Beleuchtung. Hier kann man mit LED Lichtern ergänzen oder Helmen, die diese schon eingebaut haben wie z.B. der Torch T2. Dazu haben wir die Möglichkeit unser Rad seitlich zum Leuchten zu bringen. Wie durch reflektierende -Fahrradreifen, -Speichenstäbchen, retro schicke Katzenaugen, oder spacige Speichen-LEDs (wie das 360° System Revolights). Noch spaßiger ist es natürlich mit reflektierenden Stickern oder einer reflektierenden Farbsprühdose das Rad dauerhaft zu lackieren.

Wem Letzteres zu aufwändig istvolvo-life-paint, kann auch ohne Zeitaufwand zur Volvo Life Paint greifen. Dieses farblose reflektierende Spray hält ca. 10 Tage und man kann es sich auf die Kleidung oder das Rad sprayen wie man lustig ist.

Die Sichtbarkeit nachts zu erhöhen ist ja einfach. Aber welche Möglichkeiten habe ich am Tag?

Es gibt spezielle Tagfahrlichter. Bunte Kleidung z.B. in Neon  Farben hilft natürlich auch. Das ist aber wohl nicht jedermanns Sache.

Hier hilft wie immer umsichtiges Fahren – wie das Vermeiden neben LKWs zu radeln und generell nicht zu weit rechts fahren um sichtbar zu bleiben etc.

Sollte doch mal etwas passieren betreffen laut Bertil Bouillon, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie am Klinikum Köln-Merheim, 60 % aller Verletzungen die Gliedmaßen, 25 % den Kopf, 15 % Bauch, Rücken, Wirbelsäule, Schultern oder innere Organe. Verletztungen am Schlüsselbein, zertrümmerte Knie, Ellbogen und Handgelenke stehen ganz oben auf der Häufigkeits-Liste. 

5. Weitere Protektoren

Um den Schutz also noch ein wenig zu erhöhen – kann man sich noch ein paar weitere Polster zulegen. Ich rede nicht von Motorradkluft oder Downhill Protektoren, auch wenn das sicherlich das Beste wäre. Es soll ja praktisch bleiben … und eben schön. Also Mode Accessoires mit Mehrwert!

Fahrradhandschuhe haben – ist im Ernstfall sicherlich besser als sie nicht zu haben. Hier haben wir die kalifornische Marke Giro mit ihren hübschen Handschuhen für Sommer und Winter gefunden – sogar mit Touch-Screen Beschichtung.

Für das Radeln zum Supermarkt sind Knieschoner eher unpraktisch. Wer sich aber dennoch für dezenten Knieschutz interessiert, der könnte jene für Skater oder noch schlanker Volleyball bzw. Sportkniepolster (z.B. vom Orthopäden) nutzen. Klettverschluss ist dabei natürlich super praktisch, sonst streift man die nicht mal eben über die Schuhe ab.

Gut getarnte Protektoren können aber auch Rucksäcke sein. Ein gutes Polster (z.B. bei Rucksäcken von Fjällräven oder Abus) ist nicht schlecht, aber eingebaute Rückenprotektoren (wie z.B. von Evoc) sind noch besser. Ein Pro hierbei ist ganz klar der Schutz in Kombi mit einem alltagstauglichen Accessoir. Das Con ist, dass es eigentlich nur wirklich was bringt, wenn der Rucksack auch fest am Körper sitzt. Außerdem sehen Rucksäcke sportlich aus, das ist nicht jedermanns Sache, aber auch hier gibt so viele Modelle, dass sicher für die meisten etwas Akzeptables dabei ist. Wer mehr Schutz für den Rücken möchte, kann über eine Protektor Weste nachdenken, die gibt es schon ab 30€. Allerdings kommen wir gerade in einen Bereich, der nicht mehr alltagstauglich zu sein scheint. Denn am besten sind natürlich jene Protektoren, die man auch nutzt.

Wie immer sind wir über Anregungen dankbar!

Quellen & Interessante Links dazu:


OG

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2 Comments

  1. Hi Carolin,
    toller Beitrag über Sicherheit beim Fahrradfahren. Ich als Radler bin viel unterwegs und merke immer wieder wie gefährlich es tatsächlich im Straßenverkehr ist. Weil ich auch Wert auf mein aussehen lege, habe ich für Weihnachten eine Anschaffung geplant. Der Fahrrad Airbag soll es werden.

    • Carolin says

      Das freut uns sehr zu hören! 🙂

      Viel Spaß damit und wenn es soweit ist, lass uns gerne wissen, was du für Erfahrungen mit dem Hövding gemacht hast.

      Liebe Grüße,
      OG-Team

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