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Momente für Chai und Yogi Tee

#vegan #Naturmedizin.

Alltag, Stress, überall Hektik und die Nachrichten 2020 machen nur noch depressiv. Ich brauche da manchmal etwas für einen Me-Moment. Etwas, was die Seele balsamiert, die Sinne anregt und den Geist zurück auf die Sonnenseite reisen lässt…

Zwei Tassen Chai Tee mit Zimt

Ich poste dieses Rezept nicht zufällig jetzt. Ich glaube, dass wir in der COVID-19 Zeit alles tun sollten, womit wir glauben unser Immun System zu stärken. Der Tee gibt mir ein wundervolles Gefühl. Nicht nur weil ich spüre, wie die Liebe, die in die Zubereitung fließt, wieder in meiner Teetasse landet und zu mir zurück kommt. Sondern auch weil der Tee die Gabe hat, alle Räume mit dem Duft dieses Gewürze zu erfüllen, womit er die Sinne anregt und gleichzeitig beruhigend wirkt.

Meine inneren Pawlow Glocken leuten, wenn ich den Gewürztee rieche, richtet sich mein Körper auf Selbstpflege ein. Gewürztee strotzt vor Antioxidantien, ätherischen Ölen und je nachdem, wie ihr ihn mischt, vielem mehr.

Ich habe ein paar Jahre in New York Queens an einem indischen Viertel gelebt und hier täglich meine Dosis bekommen. Neben vielen anderen Dingen, die ich aus der kulturellen Wundertüte Queens vermisse – habe ich mir aber ein paar Dinge in meinen Alltag gerettet.

Tee für die Me-Time im Alltag und als Geschenk an Freunde oder helfende Hände

Bei mir ist Tee, auch der würzige Chai Tee, das ganze Jahr über angesagt. Yogi Tee ist eine Variation des bekannten Chai Tees, in diesem Post gehe ich aber auf beide Varianten ein.

Regelmäßig am Wochenende, am Besten morgens oder mittags, nehme ich einen großen Topf und fertige eine große Ration Yogi Tee für die ganze Woche an.

Einen Teil fülle ich mir direkt in meine Tasse oder Teekanne. Den anderen fülle ich in Einmachgläser und lagere sie nach dem Abkühlen im Kühlschrank. Da hält er eine gefühlte Ewigkeit, ich habe es nie geschafft ihn lange genug aufzubewahren um herauszufinden wie lange er genau hält.

Der Tee ist so vorbereitet immer griffbereit und mit einer Emaillietasse kann ich mir nach Bedarf kleine Portionen Tee zusammen mit Nussmilch aufkochen.

Bonus: man hat auf diese Weise auch immer ein Geschenk griffbereit. Ich verschenke den abgefüllten Tee an Freunde (den Tipp habe ich von der Youtuberin Adriene Mishler). In der Corona Zeit mache ich damit auch gerne Helfern oder Nachbarn eine Freude.

Warum die Variante Yogi Tee?

Wir kennen und lieben Chai Tee (fast) alle. Den wunderbaren, würzigen Tee, der im besten Fall so stark ist, dass ein Löffel darin stehen kann.

Yogi Tee ist eine Variante, die mir besonders wichtig ist, da ich mir mehr heilsame Wirkung davon verspreche.

Ich hatte vor laaanger Zeit einmal eine Schmerztherapie bei einer Ärztin die traditionell Chinesischen Medizin (TCM) praktiziert. Sie hatte mir einen auf mich maßgeschneiderten Aufguss verschrieben, der aus Wurzeln, Gewürzen und Undefinierbarem bestand. Die Apotheke baute ihn dann nach Rezept geduldig zusammen. Zu Hause war es sehr wichtig, die Zubereitung exakt auszuführen und der Tee hatte eine lange Kochzeit.

Ich weiß nicht was es war – dieses Ritual um den Tee, die lange Kochzeit der Gewürze selber, Placebo oder alles zusammen? Aber es funktionierte. Ich glaube, dass es etwas mit Gewürzen macht, wenn man sie lange kocht.

Ähnliches sagte mir eine ältere Koreanerin über Ingwer “er entwickelt erst nach 25 Minuten seine Heilkraft im Tee”.

Ich kenne keine Wissenschaft zu dem Thema und bin hier auf mein Gefühl angewiesen. Basierend auf den Erfahrungen, ist es mir deshalb wichtig, meine Gewürztees mit langen Kochzeiten zu kombinieren und Yogi Tee ist genau die Variation des Chai Tees – die Variante mit einer langen Kochzeit von vielen Gewürzen.

Aber bevor wir mit dem Yogi Tee starten, hier mal ein kleines, kräftiges “Warm-Up”.

Chai Tee:

Ich komme nicht aus dem indischen Kulturraum und kann nicht auf eine Familientradition zurückgreifen. Es gibt wohl nicht – DAS eine Rezept. Selbst in Indien macht jeder den Tee ein bisschen anders. Jemand aus diesem Kulturkreis würde jetzt wahrscheinlich sagen “in unserer Familie, machen wir den Chai seit Generationen so…”. Deswegen probiert ruhig mal, wie er euch am besten schmeckt.

Die Basis – ein einfaches Chai Tee Rezept

Die wichtigsten Inhaltsstoffe für Chai Tee sind: Tee, Ingwer, grüner Kardamon, Nussmilch und Zucker bzw. Zucker-Alternativen. Das reicht schon. Um es einmal erwähnt zu haben – im Original wird Milch vom Tier (Wasserbüffel, Kuh- oder Kondensmilch) verwendet, aber das muss nicht sein, eine Nussmilch ist eine wunderbare Alternative.

Man kann den Chai Tee auch mit weiteren Gewürzen ergänzen. Im Internet findet man oft nur Varianten mit weiteren Gewürzen. Aber ich habe Inder kennen gelernt, die den Chai eher simpel halten. Diese reduzierte Variante mache ich sehr gerne Zwischendurch, in kleinen Portionen und brühe ihn richtig stark auf.

Für 2 Tassen Tee

  • 2 Kapseln grüner Kardamon, aufstoßen oder mörsern
  • 2 Scheiben Ingwer raspelt oder mörsern
  • Beides zusammen mit 1,5 Tassen Wasser 2-4 Minuten aufkochen
  • 1 Tasse Nussmilch und…
  • 1 EL Tee hinzugeben und nochmal für 2 Minuten aufkochen lassen
  • Süßen nach Geschmack und servieren.

Besonderer Tipp für den Sommer: Eine handvoll Minze – einfach am Schluss zum schwarzen Tee hinzugeben und kurz mit aufkochen. Das müsst ihr unbedingt probieren, schmeckt super gut! oᴥo

Yogi Tee Rezept

Die Yogi Tee Variante ist etwas aufwändiger, deswegen mache ich davon immer gleich große Mengen. Ich verwende hier wunderbare Gewürze und lasse sie, wie erwähnt, lange kochen. Hier ist die Zutatenliste für ca. 3 Liter Tee:

Zutaten

  • 2,5 L Wasser
  • ca. 3-4 Stangen Zimt
  • 10-20 Kapseln grüner Kardamon (leicht andrücken, dass die Schale aufknackt und die Samenkörner ihren Geschmack verströmen können)
  • 15-20 Nelken
  • 20-30 Körner Pfeffer
  • 3 cm Ingwer
  • 1-2 EL Schwarzer Tee (bei Yogi Tee reicht nur wenig Schwarztee)
  • Nussmilch
  • Vollrohrzucker / Ahornsirup / Honig

Nach Lust und Laune probiert zusätzlich auch mal Folgendes:

  • 2 TL Fenchel Samen
  • Alternativ oder zusätzlich zu Fenchel 2-4 Stück Sternanis
  • 2 Prisen Muskat

Zubereitung

  • Alle Gewürze mörsern und in dem Wasser köcheln für ca. eine halbe Stunde
  • Danach den Tee hinzugeben, ein paar Minuten ziehen und leicht mitköcheln lassen
  • Durch ein Sieb umfüllen in die gewünschten Behälter zur Aufbewahrung (ich empfehle einen anderen Topf zum abkühlen und fülle es dann später in Gläser um)
  • Die Portion für den direkten Verzehr im Topf behalten und um die Hälfte mit Nussmilch anreichern, nochmal kurz aufkochen, abseihen, servieren
  • Wahlweise mit Honig oder eurer Süß-Variante verfeinern.

Ich würde so gerne ein paar Wörter über die Gesundheitsaspekte des Tees verlieren, aber ich habe mich von Infos dieser Art verabschiedet. Ich bin selber keine Ernährungsspezialistin oder Wissenschaftlerin. Es geistert zu viel Halbwissen durch das Internet, was dann wieder kopiert und weiterverbreitet wird … ich möchte nicht Teil davon sein. Ich habe bei meinen Quellenangaben weiter unten ein paar Links, die ihr bei Interesse mal durchforsten könnt. Wenn ihr wissen wollte, ob der Tee gut für euch ist, probiert ihn aus.

Tipp: Macht eure Nussmilch selber und ihr umgeht das Mikroplastik aus Tetrapacks. Rezept folg. Außerdem wollen wir keine Pestizide in unserem Tee, also macht bio-Qualität Sinn. Da die Gewürze und der Tee aus Ländern stammen, in denen Menschenrechte einen oft weit niedrigeren (bis keinen) Standard haben, als in unserer Gesellschaft, ist eure Hilfe gefragt. Wenn ihr darauf achtet, dass Fairtrade-Siegel oder ähnlich enthalten sind, dann habt ihr zu einer faireren Welt beigetragen.

Habt ihr den Tee probiert? Wir freuen uns über euer Feedback!

Außerdem findet ihr in den Quellen einen Link, in dem es um die Geschichte des Masala Chai Tees geht, das ist auch nochmal spannend.

Quellen & Links


OG

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